Welcher Wandel?

Wir leben gegenwärtig in einer Zeit großer Umbrüche. Es scheint immer deutlicher zu werden, dass uns die industrielle Wachstumsgesellschaft nicht in jene Zukunft führen wird, die wir uns im Grunde für unsere Nachkommen und den Planeten als Ganzes erhoffen. Die derzeitige Krise - ökologisch, sozial und ökonomisch - ist von globaler Dimension und deutliches Zeichen dafür, dass etwas in unserem kulturellen Tun nicht in Harmonie mit der Natur ist - mit unserer Eigenen Natur und ebenso mit der Natur der Welt als Ganzes. Eine Krise ist Gefahr und Chance zugleich und immer auch eine Einladung zur Veränderung, zum Wandel!

Auch wenn in den Medien die Aufmerksamkeit mehr auf die negativen Seiten der unzähligen Teilaspekte der großen Systemkrise gelegt wird, so ist seit einigen Jahrzehnten eine Bewegung im entstehen, die Joanna Macy den "Großen Wandel" nennt. Diese weltweit aktiven Einzelpersonen, Gruppen und Netzwerke arbeiten  - zumeist ohne große Beachtung durch die Medien - in unterschiedlichen Bereichen und Dimensionen am Aufbau einer lebenserhaltenden Zivilisation mit. Macy macht drei unterschiedliche Aktionsfelder aus, die sich jedoch nicht trennen lassen sondern sich wechselseitig verstärken.

  1. Aktionen und Handlungen, um die Schädigung der Erde und ihrer Wesen zu verlangsamen.
  2. Die Analyse struktureller Ursachen und die Schaffung alternativer Strukturen
  3. Eine veränderte Wahrnehmung der Realität - kognitiv und spirituell

Die Wandeltreppe bettet ihr Wirken in diesen größeren Kontext ein und möchte Lernort sein, in dem gemeinschaftlich in diesen Bereichen geforscht und konkrete Projekte realisiert werden.

Buchempfehlung: Joana Macy & Molly Young Brown. Die Reise ins lebendige Leben. Strategien zum Aufbau einer zukunftsfähigen Welt. Junfermann Verlag 2011