"Was macht ein gutes Leben aus?"

So schlicht und einfach diese Frage auch klingt, ihre Beantwortung ist von essentieller Bedeutung - persönlich und gesamtgesellschaftlich. Je klarer die Antwort dazu formuliert wird, desto leichter kann im weiteren Verlauf auch entschieden werden, ob dieser oder eben jener Weg einem guten Leben förderlich ist. Mit den hier zusammengestellten Informationen hoffen wir, dass es sich tiefer in dieses Themengebiet eintauchen lässt.

Die Subsistenzperspektive

Im Lateinischen bedeutet „sub- sistere – aus sich selbst Bestand haben“ und deutet schon auf die ihm innewohnende Eigenmacht hin. Den BegründerInnen der Subsistenzperspektive (Claudia von Werlhof, Veronika Bennholdt-Thomsen, Maria Mies u.a.) ist es wichtig, genau diese Eigenmacht zur Erhaltung des Lebens zu betonen. Wir alle leben in und mit Subsistenz, wenn wir im Garten Gemüse anbauen, Kinder auf die Welt bringen, mit unseren Familien und Kindern den Alltag bewältigen, Freundschaften pflegen, für die Gemeinschaft sozial und kulturell tätig sind, uns um die Erhaltung von Umwelt und Natur kümmern. Meist werden diese Tätigkeiten abseits der Erwerbsarbeit und unbezahlt erledigt. In Wahrheit sind sie unbezahlbar – und gleichzeitig unverzichtbar für das menschliche Zusammenleben und den Fortbestand der Menschheit. Sie sind der Kern des „guten Lebens“ im Sinne der Subsistenzperspektive und sollten im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, wenn wir von Wirtschaft sprechen und nicht die Zahlen des Finanzmarkts. (von Simone König, erschienen im rundherum-newsletter >> )

"Bei der Subsistenzorientierung steht nicht die Vermehrung von Geld, sondern die eigenmächtige Versorgung mit dem Lebensnotwendigen im Vordergrund. Was lebensnotwendig ist, kann nicht ein für alle Mal festgeschrieben werden, sondern muss immer wieder neu besprochen werden." (aus den Statuten des Verein fürmonde)

Buen Vivir - gut zusammen leben

Das von vielen indigenen Kulturen ausgearbeitete und gelebte "Buen Vivir" stellt das menschliche Zusammenleben nach ökologischen und sozialen Normen ins Zentrum seiner Philosophie. Gutes Leben bedeutet in diesem Kontext mehr als wirtschaftliches Wachstum und materieller Wohlstand. Zentral ist ein gemeinschaftliches Leben im Einklang mit und nicht auf Kosten der Natur und anderer Menschen sowie die Wahrung kultureller Identitäten.

Diese Philosophie formuliert eine Gesamtalternative zu unserem derzeigen Leben und Wirtschaften in der industriellen Wachstumsgesellschaft. Ein Paradigmenwechsel der auch als möglicher Genesungsweg für die menschliche Zivilisation als Ganzes gesehen werden kann.

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Vortrag: Geld oder Leben - was uns wirklich reich macht

Am 17.3. 2013 war Veronika Bennholt-Thomsen zu Gast bei der TALENTE Akademie und referierte über jene Dinge, die uns ihrer Meinung nach wirklich reich machen. 30 anregende Minuten die dazu einladen, über die Faktoren für ein gutes Leben weiter nachzudenken.

Hier geht es zum Nachbericht der Veranstaltung >>