Transition Town - Bewegung für eine Stadt des Übergangs

„Transition“ heißt „Übergang“, und meint damit den Wandel zu einer lebenserhaltenden, postfossilen und klimafreundlichen Gesellschaft zu gestalten.  Unsere derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise basiert auf der intensiven Nutzung fossiler Energieträger. Zwei gravierende Entwicklungen zeigen uns deren Grenzen: Der Klimawandel und das Erdölfördermaximum (Peak Oil). Diese und weitere Krisen sind Zeichen dafür, dass es Zeit wird, nach Modellen eines veränderten Zusammenlebens Ausschau zu halten, die diesen Herausforderungen gerecht werden kann.

Transition Town kann zum Beispiel heißen:

  • Gemeinschaftsgärten anzulegen
  • Kleidertausch, Regionalwährungen und Carsharing
  • dezentrale Energieerzeugung
  • autarke Kreisläufe und Selbstversorgung

(Quelle: Wir&Jetzt)

Transition & zukünftige Lebensweisen

Eine der wesentlichen Fragen im Transition-Modell lautet:

„Wie möchte ich mit meinen Nachbarn in meiner Stadt, meinem Viertel oder meiner Gegend in Zukunft leben; so dass wir dabei weniger Ressourcen benötigen, weniger CO2 und andere "Abfälle" produzieren, sowie gleichzeitig ab sofort wenn möglich unsere Lebensqualität erhöhen?"

 

Peak Oil

...bedeutet, dass das Maximum der Erdöl-Förderung erreicht ist. Es ist der Zeitpunkt, an dem die großen Ölfelder der Welt zur Hälfte ausgebeutet sein werden und ab dem die Fördermenge Jahr für Jahr sinkt - bei gleichzeitiger, stetig wachsender Nachfrage der Industrienationen. Erdöl ist Basis für industriellen Dünger, Chemikalen, Medikamente, Kunstoffe und natürlich: Heizöl und Benzin - der Grundlage warmer Wohnungen, Individualverkehr und Transportwesen. Ein Versiegen dieser Ressource hätte gravierende Auswirkungen auf das Leben so wie wir es momentan führen.

Nachhaltige Entwicklung, Resilienz und die Inseln des Wandels

"Resilienz" umfasst die Stabilitätseigenschaften eines Systems gegenüber äußeren Störgrößen - in diesem Fall Peak Oil und der Klimawandel -, welche den Fortbestand des Systems oder bestimmter seiner Funktionen gefährden.

Dennis Meadows ist erimitierter Professor für System-Management. Sein Bericht an den Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" löste 1972 eine heftige internationale Debatte aus. Wie er 40 Jahre danach die globale Situation einschätzt, kann man in diesem ARTE-Beitrag erfahren.